Qualität bei Geländern

Erfahren Sie mehr über die Qualität unserer Geländer
Zusammenfassung für Eilige

Beim Kauf eines Geländers gibt es einiges zu beachten. Schliesslich möchten Sie lange Freude an dem Produkt haben. Ein Geländer, das nicht nach den Regeln der Baukunst entworfen und hergestellt wurde, kann schnell zu einem Ärgernis werden. Wie bewerten Sie jedoch die Qualität eines Geländers? Die relevanten Informationen finden Sie auf dieser Seite. Zu den gesetzlich notwendigen geometrischen Anforderungen gelangen Sie unter der Seite Sicherheit.

Wir beziehen uns bei den nachfolgenden Angaben auf die technischen Richtlinien und Merkblätter der Metaltec-Suisse. Die Metaltec-Suisse ist der Branchenverband der Metallbauer. Die vollständigen Richtlinien und Merkblätter finden Sie hier.

Unsere Geländer bestehen aus feuerverzinktem Baustahl. Optional können Sie eine Farbbeschichtung noch dazu wählen. Lesen Sie hier über die verschiedenen Möglichkeiten der Beschichtungen.

Aus welchen Materialien werden Balkongeländer hergestellt?

Balkongeländer können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Oftmals wird unterschiedliches Material gleichzeitig bei einem Geländer eingesetzt. So bestehen zum Beispiel bei unserem Glasgeländer die Pfosten aus feuerverzinktem Stahl, der Handlauf aus Edelstahl und die Gläser aus einem Verbundsicherheitsglas.
Holz
Edelstahl
Aluminium
Stahl

Welche Farbbeschichtung für Geländer?

Lernen Sie hier unsere verschiedenen Möglichkeiten für die Farbbeschichtungen Ihres Geländers kennen:
Bestens für den Innenbereich in trockenem Klima geeignet
Optimal für den Aussenbereich und feuchten Innenbereich
Optimal für den Aussenbereich und feuchten Innenbereich
Staketengeländer weiss beschichtet

Beschichtes Geländer

Stahlteile werden entweder nass- oder pulverbeschichtet. Nasslacke werden mit einem Lösemittel dünnflüssig gemacht. Anschliessend werden diese aufgespritzt und getrocknet. Diese Technik eignet sich besonders für hochglänzende Oberflächen. Bei Effektlacken wie beispielsweise Glimmer sind ebenfalls oft Nasslacke nötig. Beim Pulverbeschichten hingegen werden pulverförmige Lacke durch elektrostatische Ladung des Bauteils aufgetragen und anschliessend in einem Ofen bei hohen Temperaturen geschmolzen. Die Pulverlacke weisen im Vergleich zu den Nasslacken eine erhöhte Schlag-, Kratz- und Abriebfestigkeit auf und machen sie robuster. Im Innenbereich ist eine reine Farbbeschichtung sinnvoll. Im Gegensatz zu einem verzinkten Bauteil kann bei dieser Methode eine viel ebenere Struktur der Oberfläche erreicht werden.

Rosten Geländer aus Stahl?

Baustahl korrodiert (rostet) in Zusammenhang mit Feuchtigkeit, wenn der Stahl nicht geschützt wird. Um den Stahl zu schützen, wird die Oberfläche des Stahls versiegelt. Eine informative Übersicht zu den verschiedenen Beschichtungsmethoden, sowie deren Vor- und Nachteile finden Sie auf der Seite der Vereinigung Schweizerischer Verzinkereien.

Was genau bedeutet Feuerverzinkung?

Beim Feuerverzinken wird der Baustahl gereinigt und in einer circa 450°C heissen Zinkschmelze mit einer metallischen Zinkschicht überzogen. Einer der vielen Vorteile dieser Methode ist zum Beispiel der Hohlraumschutz. Während mit Farbeschichtungen nur die sichtbaren Oberflächen geschützt werden können, dringt Zink auch in verdeckte Teilen wie zum Beispiel in Rohre. Zum anderen ist Zink elektrolytisch unedler als Stahl. Dies bewirkt, dass bei Beschädigungen der Zinkschicht der Stahl trotzdem durch die angrenzende Zinkschicht geschützt bleibt und nicht rostet. Der Zink kann so Beschädigungen bis ca. 3mm Breite überbrücken. Dies macht die Feuerverzinkung zur äusserst robusten Variante für Ihr Staketengeländer.

Eine Feuerverzinkung weist besonders wenn sie frisch ist eine glänzende Oberfläche auf. Nach einiger Zeit wird diese matter durch eine Pattinabildung. An Schweissnähten bleibt der Zink besser haften. Dadurch werden die Schweissnähte nach dem Verzinken, selbst wenn sie vorher flach geschliffen wurden, wieder sichtbar. Ein feuerverzinktes Geländer eignet sich bestens auf Ihrer Terrasse umgeben von grüner Natur. Ebenfalls wirkt es sehr elegant und filigran falls Sie ein Zuhause mit viel Holz besitzen oder mit einer ganz modernen Bauweise.

Wann benötigt ein Geländer eine Duplexierung?

Im Aussenbereich müssen farbige Bauteile verzinkt und beschichtet (Duplex-beschichtet) sein. Ansonsten kann es bei kleinsten Verletzungen der Farbbeschichtung zu grossen Korrosionsproblemen kommen. Der Rost frisst sich buchstäblich durch die Farbbeschichtung. Zudem sind bei der reinen Farbbeschichtung nur die sichtbaren Oberflächen geschützt. Verdeckte Oberflächen bleiben somit unlackiert und erhalten auch keinen Korrosionsschutz. Für eine fachgerechte Duplex-Beschichtung ist eine umfangreiche Vorbereitung der verzinkten Bauteile nötig. Wird dies nicht nicht fachmännisch verarbeitet, kann die Farbe am verzinkten Stahl abblättern oder unschöne Blasen bilden.

Zur Vorbehandlung werden die Teile zunächst verschliffen (feinverputzt). Damit werden Unebenheiten im Zink ausgeglichen. Anschliessend werden die Bauteile staubstrahlgereinigt (sweepen). Dadurch wird die Oberfläche aufgeraut, was die Haftung der darauf folgenden Farbbeschichtung verbessert. Bei einer Pulverbeschichtung wird nach dem Sweepen zuerst eine Epoxy-Grundierung aufgebracht. Zu guter Letzt folgt der Polyester-Decklack in der Wunschfarbe. Eine qualitativ hochwertige Duplexierung erkennen Sie insbesondere an den verschiedenen Farbschichten der Grundierung und des Decklacks.

Edelstahl bei Geländern

Beim Edelstahl handelt es sich um einen Stahl, welcher zusätzliche Legierungsanteile enthält. Enthält ein Edelstahl mehr als 10,5 % Chrom, wird er als rostfrei bezeichnet. Die Bezeichnung “rostfrei” ist jedoch etwas irreführend. Je nach Umgebung können diese Stähle rosten, für verschiedene Anwendungen gibt es verschiedene Legierungen. Besonders Salzwasser stellt für den gängigen rostfreien Stahl ein Problem dar. Unsere Geländer mit Handlauf verfügen alle über einen Edelstahl Handlauf.

Bei der Verarbeitung von Edelstahl muss darauf geachtet werden, dass dieser nicht in Berührung mit normalem Baustahl kommt. Werden auf denselben Maschinen Edelstahl und Baustahl verarbeitet, besteht die Gefahr, dass der Edelstahl Partikel des Baustahls aufnimmt und anfängt zu rosten.

Ebenso führen Schleiffarbeiten an Baustahl in der Nähe zu Edelstahl zu Flugrost. Aus diesem Grund trennen professionelle Betriebe ihre Bereiche in einen Schwarz- (Baustahl) und Weissbereich (Aluminium und Edelstahl), in welchem ausschliesslich das jeweilige Material verarbeitet wird.

Befestigung der Geländer

Die häufigsten Schäden bei Geländern sind auf unterdimensionierte Befestigungen und rostende Verbindungsmittel zurückzuführen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie ausschliesslich hochwertige, rostfreie Schrauben und Dübel der Qualität A2 oder A4 verwenden. Verzichten Sie auf die galvanisch verzinkten Variante, da diese eher anfällig für Rost sind. Die Befestigung muss auf tragfähigem Untergrund mit der entsprechenden Anzahl und Grösse von Dübeln erfolgen. Die Fussplatten müssen genügend gross und dick sein, um die Lasten aufnehmen zu können. Eine vernünftige Grösse ist zum Beispiel eine Fussplatte 120x120x12mm mit 4Stk. Dübel M10.

Warum sollen keine verzinkten Schrauben für Geländer verwendet werden?

Zum einen werden die im Metallbau üblichen Schraubenabmessungen meist nicht in feuerverzinkter, sondern nur galvanisch verzinkter Ausführung angeboten. Die galvanische Verzinkung weist eine massiv dünnere Zinkschicht auf. Zudem wird beim Einbau zwangsläufig die sehr dünne Zinkschicht am Kopf sowie am Gewinde verletzt. Dadurch rosten die Schrauben schon nach kurzer Zeit. Eine galvanische Verzinkung erkennen Sie an dem typischen Blaustich oder einer gelben Färbung. Feuerverzinkte Schrauben sind jeweils matt grau.

Statik bei Geländern

Viele Geländer sind unterdimensioniert in der Praxis. Genauer gesagt sind Sie oft zu klein oder erfüllen nicht die richtigen Dimensionen. Es gilt unter anderem die Norm von 120kg/ Laufmeter Traglast. Für den Bereich ohne Menschengedränge mit 80kg/m Geländerholmlast können folgende Dimensionen für ein normgerechtes, klassisches Staketengeländer als Richtwert genommen werden: Der Pfostenabstand max. 1.2m, Pfosten aus Flacheisen 50/8 oder 40/15, Fussplatte. Diese Angaben ersetzen keine Statik, sondern dienen lediglich einem Verhältnisvergleich zu bestehenden Geländern oder Planungsgrundlagen.


Geländer werden allzu oft nur als Gestaltungselemente betrachtet, während die zentrale Funktion der Absturzsicherung dadurch vernachlässigt wird. Damit Sie die nötigen Dimensionen bei einem Geländer abschätzen zu können, haben wir nachfolgend ein Mustergeländer für den privaten Bereich dargestellt:

Dieses Muster soll Ihnen helfen, allfällige stark unterdimensionierte, bereits bestehende Geländer zu erkennen. Ebenfalls zeigen sich so bei Neubauten offensichtlich falsche Planungsgrundlagen. Das Mustergeländer ist nicht mit unserem Staketengeländer Xpress vergleichbar, da dieses mehr Befestigungspunkte und keine Pfosten hat und somit einiges filigraner wirkt. Ein klassisches Staketengeländer sollte jedoch Abmessungen in den gezeigten Grössenordnungen aufweisen. Kleinere Pfostenabstände ermöglichen auch feinere Pfosten und Fussplatten. Grössere Pfostenabstände benötigen somit entsprechend stärkere Pfosten und grössere Fussplatten/Dübel. Wird die Befestigung der Pfosten seitlich angebracht, werden auch stärkere Pfosten benötigt. Hier gilt wiederum: Je länger die Pfosten werden, desto stärker müssen diese sein.

Ein Geländer, das ungenügend als Absturzsicherung dient, ist nach OR Art. 58 ein Werkmangel im Sinn der Werkeigentümerhaftung. Der Werkeigentümer (Hauseigentümer) haftet, wenn der Schaden auf eine fehlerhaft erstellte oder mangelhaft unterhaltene Absturzsicherung zurückzuführen ist. Nach der Rechtsprechung ist eine Absturzsicherung dann mangelhaft, wenn sie bei bestimmungsgemässem Gebrauch ihre Zweckbestimmung nicht oder nur ungenügend erfüllt. Das heisst, nicht nur die Höhe der Absturzsicherung muss im Hinblick der zu erwartenden möglichen Beanspruchungen während der gesamten Lebensdauer erfüllt sein, sondern auch die Tragsicherheit und die geometrische Ausbildung.

Die Vorgaben für die Bemessung eines Geländers sind sehr ausführlich in der technischen Richtlinie TR001 der Metalltec-Suisse (Branchenverband der Metallbauer) zusammengefasst. Die statischen Werte, die für ein Geländer gelten, sind in der Norm SIA 261 geregelt. Unsere Geländer sind für die Nutzlasten Kategorie A, B, D, E, F und G bemessen. Dies sind Wohn-, Büro- und Verkaufsflächen sowie Lager-, Fabrikations-, Park- und Verkehrsflächen. Bei diesen Kategorien gilt eine horizontale Nutzlast auf den Handlauf des Geländers von 0.8kN/m, was 80kg/m entspricht. Bei Versammlungsflächen, Kategorie C, gelten 1.6kN/m, respektive 160kg/m. Bei der Statik wird zum einen die Tragfähigkeit beurteilt, welche besagt, ob das Geländer bei der verlangten Nutzlast hält. Zum anderen wird die Gebrauchstauglichkeit bemessen. Diese definiert die maximale Durchbiegung eines Geländers bei Last.

Ihr persönlicher Ansprechpartner

«Grüezi, mein Name ist Christian Frei und ich bin Ihr persönlicher Ansprechpartner. Ich freue mich, Sie kennen zu lernen und Ihre Fragen zu beantworten!»

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